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Kondome für Schutz, Komfort und unbeschwerte Lust
Kondome gehören zu den einfachsten und vielseitigsten Möglichkeiten für Safer Sex. Bei korrekter Anwendung können sie das Risiko einer ungewollten Schwangerschaft und zahlreicher sexuell übertragbarer Infektionen deutlich reduzieren. Sie eignen sich für vaginalen, analen und oralen Sex sowie für die hygienische gemeinsame Verwendung bestimmter Sextoys.
Heute sind Kondome in zahlreichen Grössen, Materialien, Stärken und Ausführungen erhältlich. Ob besonders dünn, extra gleitfähig, genoppt, aromatisiert, latexfrei oder individuell passend: Die richtige Auswahl kann den Schutz mit einem angenehmen und natürlichen Körpergefühl verbinden.
Wie schützt ein Kondom?
Ein Kondom bildet eine Barriere, die den direkten Kontakt von Körperflüssigkeiten und bedeckten Schleimhäuten reduziert. Dadurch kann es sowohl vor einer Schwangerschaft als auch vor verschiedenen sexuell übertragbaren Infektionen schützen.
Der Schutz beginnt jedoch erst dort, wo das Kondom den Körper bedeckt. Infektionen, die auch über nicht abgedeckte Hautbereiche übertragen werden können, lassen sich dadurch nicht vollständig verhindern. Für einen möglichst zuverlässigen Schutz muss das Kondom vor dem ersten genitalen Kontakt übergezogen und während des gesamten Sex getragen werden.
Ein Kondom ist immer nur für eine einmalige Anwendung vorgesehen. Für jeden neuen Sexakt, Personenwechsel oder Wechsel vom Analbereich zur Vagina wird ein neues Kondom benötigt.
Die richtige Kondomgrösse finden
Die passende Kondomgrösse ist entscheidend für Sicherheit und Komfort. Ein zu weites Kondom kann verrutschen oder sich während des Sex teilweise abrollen. Ein zu enges Modell kann unangenehm drücken, sich nur schwer überziehen lassen oder das Material unnötig belasten.
Orientiere Dich bei der Auswahl an der Nominalbreite. Sie gibt an, wie breit das Kondom flach ausgerollt ist, und wird in Millimetern angegeben. Begriffe wie Small, Regular, Large oder XL können zwischen den Herstellern unterschiedlich ausfallen und sind weniger präzise.
Um die passende Grösse zu bestimmen, misst Du den Umfang des vollständig erigierten Penis an seiner breitesten Stelle. Verwende dafür ein flexibles Massband oder einen nicht dehnbaren Faden, dessen Länge Du anschliessend mit einem Lineal misst. Vergleiche das Ergebnis mit der Grössentabelle der gewünschten Kondommarke.
Ein gut passendes Kondom liegt glatt am Penis an, lässt sich bis zur Peniswurzel abrollen und bleibt bei Bewegungen sicher an seinem Platz. Es sollte weder Falten bilden noch Schmerzen, Taubheitsgefühle oder starke Druckstellen verursachen.
Kleine, klassische und grosse Kondome
Kleine Kondome besitzen eine geringere Nominalbreite und eignen sich für Personen, denen Standardkondome zu locker sitzen. Klassische Grössen passen zu einem mittleren Penisumfang und werden von vielen Marken angeboten. Grosse und extra grosse Kondome bieten mehr Platz für einen breiteren Penisschaft.
Die richtige Grösse hat nichts mit einer Bewertung des Körpers zu tun. Sie funktioniert ähnlich wie eine passende Schuhgrösse: Entscheidend ist, dass das Produkt zuverlässig sitzt und sich angenehm anfühlt.
Wenn Du zwischen zwei Grössen liegst, kann ein Probierpaket hilfreich sein. So kannst Du unterschiedliche Nominalbreiten im direkten Vergleich testen und herausfinden, welches Kondom bei Bewegungen am besten sitzt.
Besonders dünne Kondome
Dünne und ultradünne Kondome wurden für ein möglichst unmittelbares und natürliches Gefühl entwickelt. Die geringere Wandstärke kann Wärme und Berührungen besonders gut übertragen. Gleichzeitig müssen entsprechend geprüfte dünne Kondome dieselben grundlegenden Qualitätsanforderungen erfüllen wie klassische Varianten.
Auch bei dünnen Kondomen bleiben Grösse und richtige Anwendung entscheidend. Ein besonders dünnes Modell schützt nicht zuverlässiger, wenn es zu weit, zu eng oder falsch übergezogen ist.
Dünne Kondome sind eine gute Wahl für alle, die beim Sex möglichst viel spüren möchten. Wer sich dagegen mit einem etwas kräftigeren Material sicherer fühlt, kann eine klassische oder stärkere Variante wählen.
Kondome mit Gleitmittel
Viele Kondome sind bereits mit einem Gleitfilm versehen. Extra befeuchtete Varianten bieten eine grosszügigere Beschichtung und können dadurch für besonders geschmeidige Bewegungen sorgen. Sie eignen sich unter anderem bei wenig natürlicher Feuchtigkeit oder für längere Sessions.
Beim Analsex reicht die vorhandene Beschichtung häufig nicht aus. Da der Analbereich keine eigene natürliche Feuchtigkeit bildet, sollte zusätzlich eine grosszügige Menge kompatibles Gleitgel verwendet werden.
Wasser- und silikonbasierte Gleitgele sind häufig für Latexkondome geeignet. Prüfe dennoch immer die Angaben auf beiden Verpackungen. Ölhaltige Produkte wie Massageöl, Vaseline, Körperlotion oder Speiseöl dürfen nicht mit Latexkondomen kombiniert werden, da sie das Material schwächen können.
Kondome mit Noppen und Rippen
Strukturierte Kondome besitzen Noppen, Rippen oder eine Kombination aus beiden. Diese Erhebungen können bei der Penetration zusätzliche Reize erzeugen und sich anders anfühlen als eine glatte Oberfläche.
Wie intensiv die Struktur wahrgenommen wird, ist individuell. Manche Menschen spüren bereits feine Noppen deutlich, während andere ausgeprägtere Rippen bevorzugen. Die zusätzliche Struktur garantiert keinen Orgasmus, bietet aber eine Möglichkeit, vertraute Bewegungen abwechslungsreicher zu gestalten.
Verwende bei Bedarf zusätzliches Gleitgel, damit sich die Noppen oder Rippen angenehm bewegen. Bei Schmerzen oder unangenehm starker Reibung sollte die Anwendung unterbrochen oder ein glattes Kondom gewählt werden.
Kondome mit Aroma
Kondome mit Aroma besitzen einen Gleitfilm mit fruchtigem, süssem oder erfrischendem Geschmack. Sie eignen sich für Oral-, Vaginal- und Analverkehr und können den Eigengeschmack von Latex überdecken.
Zur Auswahl stehen beispielsweise Erdbeere, Kirsche, Banane, Vanille, Schokolade oder Minze. Gemischte Packungen ermöglichen es Dir, mehrere Sorten auszuprobieren und gemeinsam einen Favoriten zu finden.
Das Aroma verändert den vorgesehenen Schutz des Kondoms nicht. Entscheidend bleiben die korrekte Anwendung, die richtige Grösse und die Beachtung der Herstellerangaben.
Latexfreie Kondome
Viele klassische Kondome bestehen aus Naturkautschuklatex. Bei einer Latexallergie oder einer entsprechenden Empfindlichkeit stehen latexfreie Alternativen zur Verfügung. Diese können beispielsweise aus Polyisopren oder Polyurethan bestehen.
Latexfreie Kondome unterscheiden sich teilweise in ihrer Elastizität, Wärmeübertragung und ihrem Sitzgefühl. Prüfe deshalb die Nominalbreite und Grössentabelle des jeweiligen Herstellers, auch wenn Du Deine passende Grösse bei Latexkondomen bereits kennst.
Die Gleitgel-Kompatibilität muss ebenfalls separat geprüft werden. Nicht jedes wasser-, silikon- oder ölbasierte Produkt ist automatisch mit jedem latexfreien Kondommaterial geeignet.
Vegane Kondome
Latex ist grundsätzlich ein pflanzlicher Rohstoff. Trotzdem ist nicht automatisch jedes Latexkondom vegan, da bei der Herstellung oder Verarbeitung tierische Hilfsstoffe eingesetzt werden können. Achte deshalb auf eine ausdrückliche vegane Kennzeichnung des Herstellers.
Vegane Kondome sind in unterschiedlichen Grössen und Ausführungen erhältlich. Je nach Marke findest Du klassische, dünne, aromatisierte oder besonders gleitfähige Varianten ohne tierische Bestandteile.
Kondome richtig überziehen
Kontrolliere vor der Verwendung das Haltbarkeitsdatum und den Zustand der Verpackung. Ist die Folie geöffnet, eingerissen oder anderweitig beschädigt, sollte ein neues Kondom verwendet werden.
Öffne die Verpackung vorsichtig an der vorgesehenen Stelle. Verwende keine Zähne, Scheren oder scharfen Fingernägel, da diese das Material unbemerkt beschädigen können.
Das Kondom wird vor dem ersten genitalen Kontakt auf den vollständig erigierten Penis gesetzt. Der Rollrand muss nach aussen zeigen. Drücke die Luft aus dem Reservoir an der Spitze und rolle das Kondom gleichmässig bis zur Peniswurzel ab.
Liegt das Kondom versehentlich falsch herum auf der Penisspitze, sollte es nicht umgedreht und weiterverwendet werden. Nimm stattdessen ein neues Kondom, da bereits Körperflüssigkeiten auf die spätere Aussenseite gelangt sein könnten.
Lässt sich das Kondom nicht vollständig abrollen oder schneidet es stark ein, kann eine grössere Nominalbreite erforderlich sein. Bildet es Falten oder rutscht es bei Bewegungen, sollte eine kleinere Grösse ausprobiert werden.
Kondom nach dem Sex entfernen
Nach dem Samenerguss sollte der Penis herausgezogen werden, bevor die Erektion deutlich nachlässt. Halte das Kondom dabei am Penisansatz fest, damit es nicht abrutscht und keine Flüssigkeit austritt.
Ziehe es vorsichtig ab, ohne den Inhalt zu verschütten. Das gebrauchte Kondom kann zugeknotet, in Papier gewickelt und im Hausmüll entsorgt werden. Kondome gehören nicht in die Toilette.
Ein verwendetes Kondom darf niemals gewaschen, umgedreht oder erneut benutzt werden.
Kondome beim Anal- und Oralverkehr
Beim Analsex ist viel kompatibles Gleitgel erforderlich. Trage es grosszügig auf das vollständig abgerollte Kondom und den Analbereich auf. Ergänze während der Anwendung weiteres Produkt, sobald die Gleitfähigkeit nachlässt. Nach dem Analverkehr wird für einen Wechsel zur vaginalen Anwendung immer ein neues Kondom benötigt.
Auch beim Oralverkehr können Kondome das Übertragungsrisiko sexuell übertragbarer Infektionen reduzieren. Aroma-Kondome oder ein kompatibles Gleitgel mit Geschmack können den Eigengeschmack des Kondoms überdecken.
Kondome mit Sextoys verwenden
Ein Kondom kann über ein geeignetes Sextoy gezogen werden und die hygienische Verwendung erleichtern. Dies ist besonders praktisch, wenn ein Toy von mehreren Personen oder an unterschiedlichen Körperöffnungen verwendet wird.
Das Kondom muss zur Grösse des Toys passen und während der Anwendung sicher sitzen. Verwende bei jedem Personen- oder Körperöffnungswechsel ein neues Kondom und reinige das Toy anschliessend gemäss den Herstellerangaben.
Scharfe Kanten, beschädigte Oberflächen oder stark ausgeprägte Strukturen können das Kondom beschädigen und müssen vermieden werden.
Häufige Anwendungsfehler vermeiden
Verwende niemals zwei Kondome gleichzeitig. Die Reibung zwischen den beiden Schichten kann das Material zusätzlich belasten. Auch ein äusseres Kondom und ein Innenkondom sollten nicht miteinander kombiniert werden.
Trage nicht zu viel Gleitgel auf den Penis auf, bevor das Kondom übergezogen wird. Eine zu grosse Menge auf der Innenseite kann dazu führen, dass das Kondom leichter abrutscht. Zusätzliches Gleitgel gehört hauptsächlich auf die Aussenseite des vollständig abgerollten Kondoms.
Verwende ein Kondom nicht weiter, wenn es beschädigt ist, abrutscht oder reisst. Unterbrich den Sex und ersetze es sofort durch ein neues.
Was tun, wenn ein Kondom reisst oder abrutscht?
Wenn ein Kondom reisst oder abrutscht, können je nach Situation eine Notfallverhütung und eine medizinische Beratung zu sexuell übertragbaren Infektionen sinnvoll sein. Lass Dich möglichst rasch in einer Apotheke, Arztpraxis oder Beratungsstelle über die nächsten Schritte informieren.
Das weitere Vorgehen hängt davon ab, welche Art von Sex stattgefunden hat, ob ein Samenerguss erfolgt ist und wann der Vorfall passiert ist. Eine frühzeitige Beratung bietet die grössten Handlungsmöglichkeiten.
Kondome richtig aufbewahren
Bewahre Kondome trocken, kühl und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt auf. Starke Hitze, Feuchtigkeit und dauerhafte Reibung können Verpackung und Material beschädigen.
Kondome sollten nicht über längere Zeit lose im Portemonnaie, im Handschuhfach oder in einer Hosentasche gelagert werden. Für unterwegs eignet sich eine kleine feste Box, die sie vor Druck, scharfen Gegenständen und Temperaturschwankungen schützt.
Kontrolliere vor jeder Verwendung das Haltbarkeitsdatum. Abgelaufene Kondome und Produkte mit beschädigter Verpackung sollten nicht mehr verwendet werden.
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Ob klassisch, dünn, klein, gross, extra befeuchtet, aromatisiert, genoppt oder latexfrei: Die grosse Auswahl ermöglicht es Dir, ein Kondom zu finden, das zu Deinem Körper und Deinen Vorlieben passt. Die richtige Nominalbreite, ein angenehmes Material und die korrekte Anwendung bilden gemeinsam die Grundlage für sicheren und komfortablen Sex.
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